Sonntag, 29. Oktober 2023

Wieder einmal einen Kreuzkurs fahren

Endlich passts

Dieser Beitrag spielt vom 11. bis zum 16. Mai 2023

Immer wieder einen Schwatz zu halten mit dem neuen Hafenmeister des Hindelooper Gemeindehafens lockert den Tag auf. Das Wetter ist sehr durchzogen bis echt scheusslich. Jedenfalls kalt und sehr windig. Dieser launige Geselle kommt erst noch aus der falschen Richtung. 

Aber Freunde bringens, wie meistens. Der Rottweiler des Hafenmeisters Anthony ist eine Sie und sehr freundlich bis anhänglich. Der Skipper trifft einen Mitsegler aus 2019, Norbert. Zu dritt waren sie damals auf drei Booten, um sich bei der Überfahrt von Cuxhaven nach Vlieland im Auge oder im Radar und Funk zu behalten. 

Wir gehen in unsere Lieblingsgaststätten essen und schlendern durch Hafen, Marina und Städtchen. An einem sonnigen Donnerstag mit wenig Wind packt der Skipper unsere Räder aus, pumpt sie auf, sucht den Fahrplan heraus und bestellt die Karten für die Zugfahrt gleich online. So kommt es, dass wir mit Zug und Fahrrädern unseren Winterlager-Hafen Roggebroek in Stavoren besuchen, um zu gucken, ob mit dem Auto alles in Ordnung ist. 1,8 km Velofahrt führen uns zur Bahnstation Hindeloopen, von wo aus wir den Zug nach Stavoren nehmen. Die Kamera kommt mit und fotografiert schon gleich bei der Station ein auf dem Dachfirst stehendes Haus neben dem normal stehenden, ziemlich verfallenen Vorgänger. 

Innert 8 min sind wir an der Endstation Stavoren angekommen, von wo aus wir sofort zu Lubbe fahren, der sich freut und uns mehrmals fragt, ob es uns gut gehe. Er berichtet auf Nachfrage von seinem in Bau befindlichen Boot, das erst 2026 (!) fertig sein werde. 

Vom Roggebroek aus gehts zur Johan-Friso-Sluis zum Mittagessen mit Schleusenkino. Es ist so warm, dass wir im Schatten sitzen müssen. 

Nach der Rückkehr wird in Hindeloopen noch einmal gewaschen, bevor wir dann die richtige Brise zur Weiterreise erwischen.

Lemmer fährt mit richtig Wind auf, reffen ist angesagt.



Doch das bleibt nicht so.
Für die kurze geplante Strecke lohnt sich die Windsteuerung nicht.

Direkt bei Ankunft in Hindeloopen kommt der Staubsauger in Aktion.
Schrecklich, diese Viecher¨
Stavoren wird umsegelt.
Unser Platz ist an der Kaimauer...
... mit Blick aus dem Cockpit auf die historische Seenotrettung.

Zwei Kneipen mit einer Treppe erreichbar.

Die Sonne spielt Verstecken, aber ein Halo verrät sie.
Liegt gut, die BonBini.

Der Freund vom Törn Cuxhaven-Vlieland 2019, Norbert.

Sumpf-Vergissmeinnicht.
Spanisches Hasenglöckchen

Wer da nicht reinschaut, verpasst etwas, heisst es.

Ein Weisskopfseeadler dieser Art fliegt 
in Bruders Garten.
Hier das Atlantische Hasenglöckchen.

Wasserspiele können auf unterschiedliche 
Art konstruiert sein.
Auch als Foto ganz hübsch.

Der Name des Städtchens liegt sozusagen da: Hinde-Loopen

Vergessene Sonnencrème macht sich bemerkbar.

Blick von der Mole auf den Gemeindehafen.

Direkt bei der Station Hindeloopen steht dieses Haus auf dem Kopf,
sein Vorgänger in dessen Schatten.
Blick übers Land bei der Station.

Nach der Velofahrt gehts im Zug weiter.
Im Roggebroek Stavoren bei Lubbe wird erklärt, dass Flamingos
nicht mehr nur im Zwillbrook bei Vreden ganzjährig leben.
An der Endstation Stavoren.
Blick von der Kruitmolen in den Johan-Friso-Kanal grad vor der
gleichnamigen Schleuse.
Zusammengeklappt dürfen sie auch wieder mit zurück im Zug.

Jede Art von dünnem länglichem Teil ist als Rastplatz genehm.
Wir haben uns aus der Ecke verholt
und blicken auf das Päckchen hinter uns.

Allerdings braucht es heute noch viel mehr Platz, weshalb auch wir 
ein Päckchen auf uns ruhen haben.

Zum Glück profitiert jemand von der Algenblüte.
Was diese Blüte doch für Muster formt.
Den Schaum bilden die Algen scheints, damit sie an die Oberfläche
treiben und sich da vermehren können.
Verrückt oder? Man denkt an Wasserverschmutzung.
Kulturelles Erbgut Niederlande.


Basaltsäulen zurechtgeschnitten für Mauern... 


... und die Uferbefestigung.
Auf Schritt und Tritt Blumen: hier die Kartoffelrose.

Schweizer Optis trainieren sogar im Hafen.

Der Wind wirkt nicht gerade gemütlich.
Im Gegensatz zum Sonnenuntergang.

Auch der Sonnenaufgang bietet etwas.

Der Ausblick aus dem Hafen zeigt nur grau in grau.
Danke, liebe Spinne, befreist du uns von diesen Plagegeistern!
Nord ist die falsche Richtung und 6 Bft die falsche Stärke. Wir bleiben
noch zwei Tage!