Dienstag, 24. Februar 2026

BonBini-Ziele mit alternativem Transport, Kapitel 1

Dieser Blogbeitrag spielt vom 22. bis zum 24. Mai 2025

Ja, wir haben gebucht!

Wer hat's gebaut? Genau, Meyer-Werft Papenburg.

Also, wir, ja wir,  wir machen garantiert nie eine Kreuzfahrt. So sind wir nicht. Das passt nicht zu uns. Das ist nichts für uns.

Doch kommt es vor, im Sixhaven, wenn wir zur Centraal-Station hinüberblicken, dass wir heimlich ebenso auf die Ozeanriesen schielen, die dort geparkt stehen. Segeln wir dann Richtung Oranje-Sluis und IJmeer, nehmen wir mit Augenmass auf, bis zu welchem Deck wir mit unserem Masttop reichen. Immerhin haben wir 17,28 Meter Höhe. Naja, da fehlt wohl noch einiges bis zum Kamin-Top dieser Gefährte.

Die BonBini liegt nun im Sixhaven, Dani ist abgereist, der Skipper geht mal schauen. Das wäre doch etwas! Die Celebrity Eclipse unternimmt eine Reise dorthin, wo wir es uns und der BonBini doch nicht zugemutet haben. Eigentlich war es unser Plan gewesen. Aber die Ostsee stand hier schwer im Weg. Nicht buchstäblich, sondern emotional und von ihrer Anziehungskraft her. Immerhin schafften wir es in einem Sommer bis Brighton, das wir im Zickzack über den Ärmelkanal erreichten. Doch danach musste wieder Ostsee her.

Die Eclipse will innert rund 14 Tagen alles gut machen und die nie erreichten BonBini-Ziele für uns ins Kielwasser legen. 
Über IJmuiden durch den Kanal wird sie Irland erreichen, Island umrunden, vor Shetland ankern und uns das Loch Ness er"fahren" lassen, bevor sie wieder auf den Nordseekanal Richtung Amsterdam zieht.

Dank der heutigen Connectivität ist das Buchen leicht gemacht. Via Telefon, Handy und Internet am PC wird gebucht. Der Skipper in Amsterdam, die Autorin zuhause und das Reisebüro in Deutschland. Innert weniger Stunden ist alles geregelt, die Buchung perfekt. Pässe und Visum für das Vereinigte Königreich haben wir wohlweislich schon im Winter geholt, falls wir auf eigenem Kiel England erreichen möchten. Dies kommt uns nun sehr zugute.

Was da wohl auf uns wartet? Aufregung und Vorfreude herrschen, auch ein bisschen Unsicherheit.
England wird sozusagen gerundet.
Mit Island tun wir dasselbe.
An diesem Etikett sitzt die Anleitung, um 
alles zuhause zu vorzubereiten.
An Bord der BonBini sieht das
ein bisschen anders aus. 
Ja, sie ist da, die Celebrity Eclipse und wir haben die Boardingzeit erhalten.
In dem Fall jetzt: Tschüss BonBini!

Boarden und Leinen los

Klar, dass es regnet, während unseres Waggels zum Kreuzfahrer. Selbstverständlich schickt uns zusätzlich ein völlig Unbefugter auch noch über, statt unter der Zufahrt durch zum Kreuzfahrt-Terminal, sodass wir wirklich genug vom Nass abbekommen.
Einmal im Terminal nimmt alles seinen sehr geordneten Lauf, bis wir in unserer Kabine sind, dem "State-Room", der als "Prunkraum" übersetzt, von uns als "Aufenthaltsraum" interpretiert wird und einfach "Kabine" bedeutet.
Bald können auch wir unser Gepäck abgeben.
Ja, wir befinden uns noch im Terminal, das Schiff steht da draussen.

ETD: Um 17 Uhr soll abgelegt werden.
Der LKW ist nicht unbedingt klein.
Jetzt beginnt unser Abenteuer wirklich.

Unser Stateroom befindet sich auf Deck 3.
Schiffsmodell und -Plan von Deck 3.
Unsere Kabine.
... mit bequemem Sofa, 
... geräumigem Badezimmer, 
... Safe in der Kommode, daneben das Toiletten-Tischchen,
mit Garderobe rechts und Schrank im Sesselrücken.
Koordinaten von Amsterdam.
Links oben am Dreieck, das unser Schiff symbolisiert, liegt der Sixhaven.
Die Sonne hat sich schon wieder durchgedrückt.
Eines der Restaurants.
Blick über die IJ Richtung Westen.
Beim Erkunden des Schiffs entdecken wir, dass dieser natürliche Rasen
wohl doch künstlich ist.
Von den Zubringern der Fluss-Schiffe wurden wir falsch 
zum Kreuzfahrt-Terminal dirigiert.
Bisschen Wehmut beim Blick zum Sixhaven.
Eclipses Nationale: Malta.
Am Heck.
Hier nur ein klitzekleiner Start:
Das Buffet ist vielversprechend und sehr gepflegt.
Zeit für den Glasbläser.

Leinen los und wenden.


Wir setzen normalerweise mit der andern Fähre
zum Sixhaven über.
Besonders tief ist der Nordseekanal beim Hauptbahnhof nicht.
Bis zum Clubhafen Äolus muss die Eclipse zurücksetzen beim Wenden.
Nicht, dass die Frachter besondere Rücksicht nähmen.
BonBini ganz rechts.

Erste Etappe aus anderer Perspektive

Die erste Etappe geht der IJ oder dem Nordseekanal entlang nach IJmuiden. Obwohl es nur 12° hat, scheint der späte Nachmittag sehr freundlich.  Vor dem Sixhaven winken wir noch einmal nach der BonBini.

BonBini ade.
Neue Perspektive.
"Unsere" Fähren-Anlegestelle Buik-Sloterdijk, auf Amsterdam-Noord.
Das Wahrzeichen von Amsterdam-Noord ...
... mit seinem Dreh-Restaurant und seiner Dach-Schaukel.
Amsterdams Film-Museum.
Vor der Bahnhof-Erneuerung stand auf dem Dach "Centraal-Station".
Bald sind wir in der Schleuse.
Industriegebiet IJmuiden-Noord (Velsen).












Die Schleusenkammer ist nicht unbedingt zu weit bemessen.
Oberhalb vom Wasser unterhalb vom Leuchtturm
erscheint dann gelegentlich die Kammer für die 
Sportboote, also für unsere BonBini.
Die Kommando-Brücke schwebt über dem Land.
Ja, ja, es hat genügend Platz und es regnet nicht mehr.
Der südlichste kleine blaue Strich ist die Sportboot-
Kammer der Schleuse.
Knapp vor halb zehn zeigt sich ein wunderbarer Sonnenuntergang im Vorhafen.
Der Blick zurück fällt auf die uns wohlbekannte und oft genutzt Marina IJmuiden.
Bisschen rau da draussen. Bald werden wir merken, wie sich das anfühlt.
Der Kurs führt noch etwas nördlich, bevor nach Süden
gedreht werden kann.

Auf dem Weg durch Nordsee und Ärmelkanal

Bis Brighton segelten wir auf eigenem Kiel durch einen Teil des Ärmelkanals, doch den Rest kennen wir nicht. Einen Teil davon verschlafen wir diesmal, denn wir werden erst am 24. Mai am Vormittag in Irland sein.

Wir nähern uns dem Null-Meridian.

Bis Cork werden es noch rund 300 Kilometer sein.
Staunen, staunen, staunen!


Kaum Wellengang, da liegt sichs bequem, ohne alle Gurten für die Betten.
An den Seven Sisters (ein Teil der weissen Klippen Englands) segelten
wir bereits auf eigenem Kiel und sogar näher daran vorbei.


Blick in den Lift-Zwischenraum.
Selbst für Mannschaftssport ist Platz auf der Eclipse.

Bereits am zweiten Tag: die Kellner kennen uns.
Wohl schon einige Meilen im Kielwasser.
Ein kleiner souveräner Inselstaat.

15° wären nicht schlecht, ohne Wind-Chill.

Musik direkt auf unserem Deck 
mit der Bar in unserem Rücken.
Bald wird der äusserste Zipfel Englands gerundet.

Land`s End, natürlich.
Grad lesen wir noch, dass Land`s Ends Leuchtfeuer defekt sei.
Doch schon sehen wir, dass der Seefahrer-Nation ihre Schiffe und deren Sicherheit wichtig sind.

Zwei Tage auf See sind wunderbar, um das Schiff und seine Einrichtungen kennen zu lernen. Wir geniessen rundum alles, was es zu bieten hat und bekommen, trotz Nachtruhe in der Kabine vieles der zurückzulegenden Strecke mit.

Ansteuerung Cork.