Dieser Blogbeitrag spielt vom 22. bis zum 24. Mai 2025
Ja, wir haben gebucht!
Also, wir, ja wir, wir machen garantiert nie eine Kreuzfahrt. So sind wir nicht. Das passt nicht zu uns. Das ist nichts für uns.
Doch kommt es vor, im Sixhaven, wenn wir zur Centraal-Station hinüberblicken, dass wir heimlich ebenso auf die Ozeanriesen schielen, die dort geparkt stehen. Segeln wir dann Richtung Oranje-Sluis und IJmeer, nehmen wir mit Augenmass auf, bis zu welchem Deck wir mit unserem Masttop reichen. Immerhin haben wir 17,28 Meter Höhe. Naja, da fehlt wohl noch einiges bis zum Kamin-Top dieser Gefährte.
Die BonBini liegt nun im Sixhaven, Dani ist abgereist, der Skipper geht mal schauen. Das wäre doch etwas! Die Celebrity Eclipse unternimmt eine Reise dorthin, wo wir es uns und der BonBini doch nicht zugemutet haben. Eigentlich war es unser Plan gewesen. Aber die Ostsee stand hier schwer im Weg. Nicht buchstäblich, sondern emotional und von ihrer Anziehungskraft her. Immerhin schafften wir es in einem Sommer bis Brighton, das wir im Zickzack über den Ärmelkanal erreichten. Doch danach musste wieder Ostsee her.
Die Eclipse will innert rund 14 Tagen alles gut machen und die nie erreichten BonBini-Ziele für uns ins Kielwasser legen.
Über IJmuiden durch den Kanal wird sie Irland erreichen, Island umrunden, vor Shetland ankern und uns das Loch Ness er"fahren" lassen, bevor sie wieder auf den Nordseekanal Richtung Amsterdam zieht.
Dank der heutigen Connectivität ist das Buchen leicht gemacht. Via Telefon, Handy und Internet am PC wird gebucht. Der Skipper in Amsterdam, die Autorin zuhause und das Reisebüro in Deutschland. Innert weniger Stunden ist alles geregelt, die Buchung perfekt. Pässe und Visum für das Vereinigte Königreich haben wir wohlweislich schon im Winter geholt, falls wir auf eigenem Kiel England erreichen möchten. Dies kommt uns nun sehr zugute.
Was da wohl auf uns wartet? Aufregung und Vorfreude herrschen, auch ein bisschen Unsicherheit.
| An diesem Etikett sitzt die Anleitung, um alles zuhause zu vorzubereiten. An Bord der BonBini sieht das ein bisschen anders aus. |
Boarden und Leinen los
Klar, dass es regnet, während unseres Waggels zum Kreuzfahrer. Selbstverständlich schickt uns zusätzlich ein völlig Unbefugter auch noch über, statt unter der Zufahrt durch zum Kreuzfahrt-Terminal, sodass wir wirklich genug vom Nass abbekommen.
Einmal im Terminal nimmt alles seinen sehr geordneten Lauf, bis wir in unserer Kabine sind, dem "State-Room", der als "Prunkraum" übersetzt, von uns als "Aufenthaltsraum" interpretiert wird und einfach "Kabine" bedeutet.
| ... geräumigem Badezimmer, |
| ... Safe in der Kommode, daneben das Toiletten-Tischchen, mit Garderobe rechts und Schrank im Sesselrücken. |
Leinen los und wenden.
Erste Etappe aus anderer Perspektive
Die erste Etappe geht der IJ oder dem Nordseekanal entlang nach IJmuiden. Obwohl es nur 12° hat, scheint der späte Nachmittag sehr freundlich. Vor dem Sixhaven winken wir noch einmal nach der BonBini.
| Vor der Bahnhof-Erneuerung stand auf dem Dach "Centraal-Station". |
| Bald sind wir in der Schleuse. |
| Industriegebiet IJmuiden-Noord (Velsen). |
Auf dem Weg durch Nordsee und Ärmelkanal
Bis Brighton segelten wir auf eigenem Kiel durch einen Teil des Ärmelkanals, doch den Rest kennen wir nicht. Einen Teil davon verschlafen wir diesmal, denn wir werden erst am 24. Mai am Vormittag in Irland sein.
Musik direkt auf unserem Deck
mit der Bar in unserem Rücken.
| Bald wird der äusserste Zipfel Englands gerundet. |
Zwei Tage auf See sind wunderbar, um das Schiff und seine Einrichtungen kennen zu lernen. Wir geniessen rundum alles, was es zu bieten hat und bekommen, trotz Nachtruhe in der Kabine vieles der zurückzulegenden Strecke mit.
| Ansteuerung Cork. |