Donnerstag, 26. März 2026

BonBini-Ziele mit alternativem Transport, Kapitel 2 b, Auf See

Die sichere Route

Dieser Beitrag spielt vom Samstag, 24. bis zum Dienstag, 27. Mai 2025


Mit den Songs aus dem Kelly-Pub noch im Ohr legen wir pünktlich gegen 17 Uhr von Irland ab. Wetterbedingt wurde der Entscheid getroffen, so schnell wie möglich Island zu erreichen, um noch vor dem Tief mit Windstärken bis 10 Bft sicher in Reykjavik festgemacht zu haben. Die neue Route wird uns zwischen Irland uns Schottland und hinter den Hebriden nach Norden führen, bevor es über die offene See nach Island geht. Die Vorräte sind wieder gebunkert, sodass den zweieinhalb Tagen Fahrt auf See ohne zusätzliches Anlanden nichts entgegen steht. 

Leinen los von Irland um 16.58 Uhr
Beim Auslaufen liegt die grüne Tonne Backbord.
Am 27. Mai um sechs Uhr früh sollen
wir in Reykjavik sein.
Was sich da auf uns zu bewegt, zeigt sich in orange und rot.
Der Regen zeigt Präsenz.
Schon jetzt, noch in der Nähe von Cork fliegendes Wasser.
Auf Bft 8 soll sich die Windstärke erhöhen.
Irland liegt hinter uns.
Regenbogenfarben im stiebenden Wasser.


Der Schutz der Hebriden wird gesucht.
Über 1000 Meilen liegt Amsterdam hinter uns.

Ausläufer der Isle of Skye.


Die Isle of Skye im Kielwasser.

Brandung als Fahrwasser-Begrenzung 
Die nächsten 550 Meilen zeigt sich, ob die Strategie nützt.

Solange wir auf See sind, erkunden wir das Schiff.
Wir haben jetzt genau Greenwich-Zeit.
Einsam auf See.
Noch 300 nautische Meilen bis Island.
Bereits um Viertel vor vier geht die Sonne auf.
Der Vortrag über Island ist ungemein fesselnd. 
Später suchen wir nach Beweisen einer Hypothese und
können sie widerlegen. Es betrifft die Balkone.
Ein Amerikaner meint, diese Pullover würden bei ihnen nur in bestimmten
Institutionen getragen. Wo sich die Vier Daltons immer wieder aufhalten.
Ausflüge planen, solange wir auf See sind...
... oder Live-Bands- und Sängerinnen hören.
Diese Sängerin wird sich am Ende der Reise
persönlich von uns verabschieden.
Es wird nie langweilig.


Ankunft in Reykjavik.

Es ist unglaublich, wie sehr wir die zwei vergangenen Tage auf See genossen haben. Es ist ja eines, mit einem Schiff bestimmte Ziele zu erreichen, Städte und Sehenswürdigkeiten zu besuchen, sowie Land und Leute kennen zu lernen. 
Das Leben an Bord ist aber mindestens genau so wichtig. Mit dem Leben in einem Dorf verglichen, hat man das Gefühl, es sei alles sehr viel besser organisiert. Nun, es ist keine Demokratie. Es wird wohl alles für einen erledigt, sodass man sich nur noch ums Essen, Unterhaltung und Bildung kümmern muss. Ein bisschen Planung von Ausflügen kommt noch dazu, Bewegung darf nicht fehlen. Doch auch dafür steht alles an Bord zur Verfügung: Schwimmbäder, Finnenbahn aus Tartan fürs Laufen, Kraft- und Fitness-Raum, Massage-Zeiten, ein Golfplatz, Yakouzies, Sauna, nichts fehlt, dass man Körper und Geist fit halten kann. Gewisse Bereiche des Schiffes werden während Starkwind-Zeiten gesichert und sind nicht mehr zugänglich, doch auch das dient nur zu unserem Besten. 

Bis bald an Land!