Dieser Beitrag spielt in der ersten Julihälfte 2025
Hansestädte-Tour
Dies sind tatsächlich Bilder, wie wir sie sehen würden, wenn uns ein Segeltörn nach Stralsund gebracht hätte. Allerdings läuft es in diesem Jahr gerade umgekehrt. Ein Pärchen, dass mit seinem Motorkahn die vergangenen Jahre nur binnen reiste, wagt sich diesen Sommer via Lübeck auf die Ostsee über den Fehmarnbelt nach Heiligenhafen, während wir im Gegenteil dies Jahr hier nicht segeln, sondern über Land von Stavoren nach Stralsund reisen.
Während der Planung unserer Reise wird es uns so richtig bewusst, dass manche unserer Stationen Hansestädte sind oder waren. Bedeutend in der Zeit, als man sich gegenseitig die Handelsrouten sichern musste, um auf Reisen weit entfernt von der Heimat über gefährliche Meere neue Handelsware umzuschlagen, Eigenes zu ver- und Fremdes einzukaufen. Über viele Jahrhunderte konnte so der Handel blühen, das Handwerk gedeihen, weil ein europaweiter Absatzmarkt dafür erreichbar war und die Rechte von Händlern und Handwerkern und damit des Bürgertums, nicht nur gegenüber dem Adel, sondern auch gegenüber Piraten geschützt wurden. Nicht zuletzt blühte auch der Schiffbau, da zu diesem Zweck unermesslich viele Fahrzeuge benötigt wurden. Damit war in Nordeuropa tatsächlich nicht nur Wallenstein schuldig am Raubbau an den Wäldern des Nordens, sondern vor allem die Händler und Werften, die auf immer neues Material angewiesen waren.
Ja, Stavoren ist auch eine
Am Dienstag, dem 1. Juli beginnt unser zweiwöchiges Intermezzo auf Rädern. Wie wir letzte Sommersaison auf einem Spaziergang durchs Städtchen Stavoren gewahr wurden, war tatsächlich auch Stavoren eine Hansestadt, genauso, wie etwas nördlicher Hindeloopen. Vis-à-vis der "Vrouwe van Stavoren", das ein Hotel auch mit Fässern am alten Hafen ist, steht das Haus noch angeschrieben mit Hansehaus und vermietet Appartments, Ecke Noord und Hellingspad. Ganz nebenher ist Stavoren auch die älteste Friesische Stadt mit der Gründung um 900. Sie erhielt im 11. Jahrhundert die Stadtrechte (Gerichtsbarkeit, Zünfte, Verträge, Märkte) und wurde 1385 in den Verbund der Hansestädte aufgenommen. Sie war der wichtigste Getreideimporthafen für Friesland, worauf auch die Sage der Vrouwe van Stavoren (Wyfke fan Starum) und dem Vrouwezand gründet. Sie hält am alten Hafen noch heute Ausschau nach ihrem letzten Schiff, das die grössten Schätze nach Stavoren bringen sollte.
Bremen ausgelassen
Um unsere Freunde aus Bremen besuchen zu können, sind wir jetzt gerade ein paar Tage zu spät. Obwohl sie wegen aller möglichen Termine diesen Sommer extrem lange zuhause angebunden blieben, haben sie es bereits vor unserer Abreise aus Stavoren endlich geschafft, ihre SY Seeziege zu aktivieren und den Sommertörn in Angriff zu nehmen. Die Stadt an sich gefällt uns auch sehr. Da uns aber der Camper bereits 2021 hierhin gebracht hatte und wir die Bremer Stadtmusikanten schon damals streicheln durften, lassen wir diese wichtige Hansestadt noch aus. Vielleicht passt es ja mit der Seeziegen-Crew auf unserem Heimweg.
Camperhafen Hamburg
1. und 2. Juli
Für uns war das Autokennzeichen von Hamburg stets auch das Zeichen für die Zugehörigkeit dieser Stadt zur Hanse-Gesellschaft: HH, Hansestadt Hamburg. Dieses H vor den ein oder zwei Buchstaben zur Stadtkennzeichnung steht noch auf etlichen Autonummern und erinnert an diesen grossen Städtebund vom Mittelalter bis zur Renaissance, der sich als Handelsverbindung von Norwegen, Dänemark und Schweden über die Ostsee nach Russland und die Nordsee bis nach England erstreckte und sichere Handelsrouten gewährte, sodass nebst den Gefahren der Natur nicht auch noch Piraterie die Herrschaft über die Meere übernähme.
Apropos sichere Reiserouten: Bisher war Hamburg immer vorbildlich mit U-Bahn, S-Bahn und Fähren. Aber heute klappt nichts. Plötzlich fährt unsere U3 nicht mehr. Keine Erklärung, wie man mit Hilfe anderer Bahnen oder Busse ans Ziel käme. Eine junge Frau hilft uns weiter, weil sie einfach weiss, was man normalerweise tun kann.
Hilft am Ende auch nicht in unserem Sinn, weil die Schwierigkeiten mit im Tunnel stillstehendem Gefährt weiterreichen. Je nun, am Ende landen wir an den Landungsbrücken, um Jens zu treffen.
Die beiden extrem heissen Tage entladen sich in einem Gewitter mit Starkwind. Er reisst bei Jens uns Sylvia zuhause sogar eine Jalousie herunter. Obwohl sich Sylvia verletzt und damit nur eine Hand zur Verfügung hat, bereitet sie wieder ein herrliches Gastmahl zu, wobei ihr Jens zur Seite steht mit Auftischen und Grillieren.
Fleurop ermöglicht es, auch von unterwegs wenigstens einen Blumenstrauss als anständiges Dankeschön zu schicken. Hätten wir untertags einen besorgt, hätte dieser wohl ziemlich verwelkt und zerknittert am Abend sein Ziel erreicht.
Hingebracht hat uns Jens, der auf dem Heimweg noch Ergänzungen einkaufen muss, nachdem er uns am Vortag kurz im Camperhafen besucht hat. Doch für den Rückweg wird ein Taxi bestellt, das natürlich bereits bezahlt ist, als wir einsteigen. Der Eingang zum Camperhafen ist etwas schwierig zu finden. Weil wir aber die Runde um den ganzen Stellplatz schon gedreht haben vor dem Einchecken, können wir dem Taxifahrer bald erklären, wo er uns absetzen kann.
Was uns Nachts wach hält, ist erstens natürlich die extreme Hitze. Doch auch die geschickten Stadtbrüter, welche sich diesen Stellplatz zur sicheren Aufzucht ihrer Jungen ausgewählt haben. Pünktlich um vier Uhr morgens beginnt die Kabale. Ein Schreien und Quieken von recht kleinen grau gesprenkelten Schimmern erfüllt den Camperhafen. Es sind Dutzende schon ziemlich selbständige junge Sturmmöwen, die betteln und auf Futter warten, das ihnen genau noch diese eine Nacht gereicht wird. Offenbar ist die nächste Nacht schon nicht mehr nötig fürs Fliegenlernen, denn diesmal ist nichts mehr zu hören. Nur im Hafen Schilksee bei Kiel haben wir auf dem mit Gras bewachsenen Dach unter der Pizzeria auch viele junge Sturmmöwen als kleine graue Wollknäuel umherwackeln gesehen, bewacht von den Eltern und belauert durch viele Silbermöwen, die auf einen leicht zu kriegenden Happen warteten.
| Da wären wir wohl ohne technischen Defekt nicht hingefahren. So aber ist Altona eine praktische Umsteigestation. |
Wir danken euch von Herzen, liebe Sylvia und lieber Jens für eure weitherzige Gastfreundschaft. Doch auch eurer Jungmannschaft gebührt Dank, denn es ist nicht so ganz selbstverständlich, dass diese sich so offen mit bejahrten Freunden der Eltern unterhält und ihnen das Gefühl gibt, sie seien wirklich willkommen.
Manchmal macht man einfach zu wenige Fotos. Trotzdem, das Buch "Moin", das die Autorin von Jens erhalten hat, wurde fotografiert. Unsere Schwester Jaci geniesst auch immer wieder kurze Texte daraus, denn als Fan des Nordens hat sie es sich ebenfalls erworben. Moin!
In der Nachbarschaft von Stade
Ja, auch Stade ist eine Hansestadt und hatte Teil an den grossen Erfolgen dieser Gemeinschaft. Die Handelsschiffe brachten ihre Ware hierhin, wo sie mit einem Menschen-betriebenen Kran aus den Bäuchen der Koggen gehisst und ins Landesinnere vertrieben wurde.
Am Morgen des 3. Juli verabschieden wir uns von der Rezeptionistin im Camperhafen Hamburg und nehmen den Weg Richtung Stade unter die Räder. Wir wollen nach Krautsand zu Freunden, die wir in Langballigau, Geltingmole und Flensburg mit ihrer Lot di Tied kennen gelernt und getroffen haben. Sie fuhren später sogar nach Laboe, um mit der Autorin einen Kaffee zu trinken, als diese Skipper-los ihr Dasein mit rein-Schiff-machen fristete. Sogar in Hamburg besuchten sie uns auf der BonBini, als sie geschäftlich dort zu tun hatten.
Wir revanchierten uns früher einmal auf der BonBini für alle diese netten Gesten, als wir von Hamburg aus Elbe-abwärts reisten, Station in Wedel machten und dort die passende Tide abwarteten, um die Zufahrt zum Wischhafen zu nehmen.
Der Abend wartet mit strahlender Sonne, sodass dem Grillschmaus im Garten nichts im Wege steht. Die eine Nachbar-Partei ist auch mit von der Partie und wir geniessen die leckeren Salate und Grilladen mit viel Freude, bevor es später für den Absacker zurück in den wunderbar angelegten Wintergarten geht.
Die Nacht verbringen wir im Büssli, mit dem wir vom Stromanschluss profitieren, sodass die Ventilatoren jederzeit aufgeladen werden können, wenn sie der Hitze von draussen nicht mehr Meister würden.
Vor der Abreise wird nochmals richtig am Frühstückstisch geschlemmt und das Versprechen gegeben, wenn immer möglich im Mai an Schultes Feier zu ihrem 50sten Hochzeitstag teilzunehmen.
Vom Wischhafen nach Glückstadt
Diesmal gehts anders über die Elbe, als für uns üblich, nämlich im Büssli auf der FRS-Elb-Fähre, anstatt wie gewohnt mit unserer BonBini, die uns jeweils von oder nach Hamburg führte. Bevor wir am Morgen losfahren von Krautsand, schauen wir uns die Strassenkarte sehr genau an, um zu überlegen, welche Route wir nehmen sollen. Bis Heiligenhafen ist es ja doch noch ein rechtes Stück auf den Strassen. Geht es praktischer und fliessender über Landstrassen und durch Dörfer? Sollen wir hauptsächlich Autobahnen nehmen? Sind diese zu unserer Fahrzeit nicht verstopft?
Jedenfalls beginnen wir jetzt einmal mit der Fahrt von Krautsand zum Fähranleger Wischhafen. Vor einigen Jahren, beim Besuch der Lot di Tied-Crew kamen wir mit der BonBini daran vorbei, als wir von Hamburg Wedel aus passend mit der Tide zum Wischhafen gelangten und dort eine Nacht am Tidensteg verbrachten. Dieser Steg fällt nicht nur einfach trocken, sondern kommt dazu noch mit starker Krängung zu liegen, sodass es am Abend besonders schwierig war, nach dem Besuch von Stade mit Schultes, wieder zurück auf die BonBini zu gelangen.
| Dass wir hätten aussteigen sollen während der Überfahrt ging unbeachtet an uns vorbei. Platz wäre sowieso nicht genug gewesen. |
| Als Autofahrer schätzt man besonders, was einem auf dem Segelboot, buchstäblich, in die Quere kommt: mehrere Fähren, die die Verbindung vom Alten Land nach Glückstadt aufrecht erhalten. |
Heiligenhafen schleicht sich ein
4. bis 6. Juli
Nicht dass Heiligenhafen direkt eine Hansestadt wäre. Aber muss man denn beim Ausführen von Plänen stets am Buchstaben kleben? Statt in Bremen, besuchen wir unsere Freunde, die mit ihrer Seeziege hier liegen, eben in Heiligenhafen. Leider sind zu dieser Zeit die Freunde von der Silmar bereits wieder zurück gefahren nach Lübeck und nehmen von dort aus mit Umwegen über Friesland und das IJsselmeer Kurs auf Hamburg.
Der Stellplatz in Heiligenhafen bei der Bretterbude ist sehr freundlich eingerichtet. Meist ist es auf Stellplätzen nicht erlaubt, Möbel rauszustellen. Hier stehen sie einfach als Schalenstühle schon für jeden einzelnen Platz zur Benutzung bereit. Toilette und Dusche befinden sich im Container, ein bisschen unpraktisch, aber nutzbar. Die Dusche ist mit einem Vorhang direkt neben der Toilette vorhanden.
| Der Skipper reservierte ausnahmsweise einen Stellplatz bei der "Bretterbude" Heiligenhafen. An der Nordsee steht ein Ableger davon. |
| Bei gutem Wetter passt der Stellplatz schon. Frühstück kann im Speisesaal im Haus rechts eingenommen werden. |
| Wenige Meter Fussmarsch trennen uns von der Marina. Auf diesem Boot versucht ein Plastik-Greifvogel Möwen (hier eine Sturmmöwe) und Singvögel fernzuhalten. |
| Als es wieder trocken ist, lässt sich die Ringeltaube nieder. Mit 40 Euro pro Nacht, inklusive Strom und Sanitär-Einrichtung ist es, naja, mittelpreisig. |
Während des Starkregens sumpft es ziemlich um unser Büssli herum. Zudem regnet es bei jedem Toilettengang kurz in den Salon hinein.
Herrlich aber ist es, die Seeziegencrew zu besuchen und mit ihnen essen zu gehen. Sie kredenzen wie immer einen reichhaltigen Apéro an Bord der Seeziege. So treffen wir uns mit unseren Bremer Freunden auch ohne Bremen. Eingekauft wird im Edeka und im gleich daneben liegenden Kaufhaus im Norden. Hier frönen wir unserer Sucht und kaufen Pfund-weise Wattwürmer, die wir abends schnabulieren. Nebst Pizza stehen Fischbrötchen oder Glace im Fischerhafen auf dem Plan.
Am Morgen des 7. Juli verabschieden wir uns nach dem Frühstück mit einem herzlichen Dank an Silke und Erhard sowie an die Bretterbuden-Crew von Heiligenhafen und freuen uns auf Stralsund.
Von St nach St, jetzt Stralsund
Eigentlich wollten wir ja nur und ausschliesslich nach Stralsund an Anke und Thomas' Sommerfest in Grosskedingshagen. Doch plötzlich fanden wir noch in der Planungsphase, dass wir gerne andere Freunde besuchen würden. So entstand die Idee, eine ausgedehntere Hanse-Stadt-Reise zu unternehmen. Was für ein Glück, dass wir das nun durchziehen. Wir haben im Laufe unserer Törns auf Nord- und Ostsee sowie auf dem IJsselmeer so viele freundliche, nette Begegnungen erleben dürfen, dass daraus einige Freundschaften entstanden sind, die wir zu pflegen versuchen, indem wir uns melden, wenn wir in der Nähe sind. Nicht bei allen mit gleich viel Enthusiasmus. Melanie wies uns ab, als wir vorschlugen, uns auf unserem Heimweg dem Rhein entlang zu treffen. Sie müsse im Moment eher allein sein. Auf Distanz und via Statusmeldungen bleiben wir uns dennoch treu und kommentieren unsere Aktualitäten. Die Dortmunder werden wir noch in Stavoren treffen, können aber den Heimweg nicht via ihre Heimat nehmen, weil wir noch auf der Ferieninsel Winningen Station machen wollen. Seit Marion nicht mehr arbeitet, ist auch unser Bastel-Ideen-Austausch etwas zum Erliegen gekommen. So spielt das Leben.
In Stralsund liegen, äh, stehen wir auf der Schwedenschanze, die offenbar im Städtischen Quartier Knieper Nord liegt. Wenige hundert Meter oberhalb liegt ein Gasthof, der zu bestimmten Zeiten auch für auswärtige Gäste geöffnet hat, wo wir ein leckeres Abendessen zu uns nehmen, bevor es zum Stellplatz am Hafen zurück geht.
| Im Hintergrund der sehr gepflegte Sanitär-Container, für welchen man Schlüssel erhält. (20.- Euro inklusive) |
| Die Fahrräder aus der BonBini bleiben während der Reise nach Hiddensee hier. |
| Wir liessen unsere Klappräder in Stralsund beim Fähranleger. |
| Schillinger Würste sind unvergleichlich. Der Bauer von der Insel Öhe bei Schaprode. |
| Im Thürkes Hafen Langeort bedient man uns, obwohl die Gaststätte noch gar nicht geöffnet hat. |
Gleich kommt Olaf, mit dem wir seit 2013 eine wirklich freundschaftliche Beziehung pflegen. Er ist jetzt pensioniert und hat seinen Hafen verpachtet, kommt aber immer noch öfter auf sehr willkommenen Besuch. Ein äusserst persönliches Gespräch eröffnet uns einen Aspekt der deutschen Historie, den wir noch gar nie so richtig beachtet hatten.
Wir gingen stets von der Voraussetzung aus, dass in Europa die Leibeigenschaft seit dem Mittelalter abgeschafft ist. Nur in Russland bestand sie in landschaftlichen Gebieten für uns noch, wie in manchem russischem Roman nachzulesen ist.
Doch nun erklärt Olaf uns, dass seine Ahnen noch bis 1860 in Leibeigenschaft auf Hiddensee lebten und erst im zwanzigsten Jahrhundert freie Bürger der Insel wurden. Das erklärt, warum auf dieser so idyllischen Insel Neuankömmlinge oder auch arme Alteingesessene äusserst ungerne in die Gemeinschaft der Wahlberechtigten aufgenommen werden. Man hängt noch immer den ständischen Schichten an und lässt niemanden aus der Unterschicht in die eigenen Reihen.
Danke Olaf fürs Öffnen dieses Fensters in die Abgründe der Geschichte. Und danke, dass du dich dadurch nicht unterkriegen lässt, sondern deinen nicht unerheblichen Beitrag zur Kultur auf Hiddensee leistest, indem du dich intensiv dem Tourismus und damit der Steuerbeschaffung widmest.
| Abendstimmung vor dem Büssli. |
Die Schwedenschanze liegt gemäss Google-Maps
im Gebiet Kniepen Nord von Stralsund.
| Nachricht aus dem Roggebroek: Der BonBini gehts gut. |
| Schlechtwetter-Prognose fürs Sommerfest: Die Garage ist eingerichtet. |
| Salz und PFAS schäumen vor dem Hafen. |
| Bald wird er Grill angeschmissen und Statusmeldungen versandt. |
| Gastgeber Thomas und René im Gespräch. |
| Wie gut dieser Schaum den Schwänen wohl tut? |
| Nicht im, sondern auf dem Teich, diesmal. |
Auch bei euch, liebe Anke und lieber Thomas dürfen wir an einer Feier dabei sein, die eigentlich für die Familie und ganz enge Freunde gemeint ist. Danke von Herzen, dass ihr uns dazu zählt! Als wir zwei Tage vorher zu euch zum Kaffee geladen waren, wurde klar, wozu die Autorin in drei verschiedenen Städten und Städtchen ums IJssel- und Marker-Meer herum nach Plüsch-Klompen suchte.
| Wärmende Plüschklompen. |
Auch wenn man nichts mitbringen soll, will man ja meist doch nicht ohne Gastgeschenk ankommen. Auf die oben abgebildete Idee sind wir gekommen, weil sowohl wir selbst, als auch Dani begeistert ist von diesen warmen gepolsterten Hausschuhen an Bord, vor allem in der Vor- und Nachsaison. Zudem verbrachten wir seit 2010 die Segelsommer in Holländischen Gewässern und würden auf diese Weise etwas für uns Typisches kredenzen. Wir denken, dass sie gut angekommen sind, zusammen mit den Glas-Untersetzern mit Seekarten-Aufdruck aus den Niederlanden.
Pause am Falkensteinsee
Nach diesen gut zehn Tagen intensiven Freundes-Leben mit ausführlichen Gesprächen über Gott und die Welt, wird uns jetzt ein Aufenthalt am Falkenstein-See unsere Energiespeicher vollständig wieder aufladen. Schwimmen, lesen, spazieren, essen in der Platz-eigenen und weit herum bekannten und beliebten Gaststätte Seehuus, nur relaxen.
Im 2024 wurden sogar die Bremer Seeziegen-Freunde davon angezogen. Mit dem rasch ausgewinterten Wohnwagen kamen sie herüber und blieben eine Nacht bei uns, sodass wir zusammen ins Waldschänke beim Fernsehturm essen gehen konnten. Während unseres Aufenthaltes diesmal aber frequentieren wir ausschliesslich das Seehuus, nicht zuletzt auch, weil Lara immer noch im Seehaus arbeitet. Sie bedient uns immer sehr aufgestellt, spricht Italienisch mit uns, wenn wir das wollen und gibt uns das Gefühl, hierhin zu gehören.
| Nebelchen auf dem See beim Frühschwimmen. |
Einige Pflänzchen müssen auch noch her. Die Infos stammt teilweise aus Büchern, meistens direkt aus der Foto-Madiathek. Erst, wenns schwieriger wird nutze ich FloraIncognita, eine App, die Europa-umspannend mit Hilfe der Nutzer ein Screening führt, was Erkenntnisse über Klima-Wandel, Boden-Beschaffenheit oder Fressfeinde liefert. Unter anderem arbeitet auch das Robert-Koch-Institut mit. Als Nutzer erhält man immer wieder Informationen über aktuelle wissenschaftliche Arbeiten zum Thema.
| Schöllkraut |
| Traubenkirsche |
| dito, blühend |
| Stiel-Eiche, fast ohne Stiel. |
| Rot-Eiche |
| Dieses Deutsche Geissblatt wächst auf Hiddensee im Hafen Lange Ort tiefrot mit gelb. |
| Echter Faulbaum |
| Schwarzer Holunder, noch ein bisschen sehr grün. |
| Stechender Hohlzahn |
| Siehe weiter oben, hier leuchtend gelb. |
Alles in allem entspannen diese Tage hier enorm. Doch plötzlich drückt und zieht Stalldrang. Sogar die Silmar in Oldenburg lockt nicht mehr. Wir wollen zurück auf die BonBini, in den Roggebroek. Genug von Büssli-Reisen! Jedenfalls für den Augenblick.
Schön wars, ihr lieben Freunde, dass wir mit euch so spannende, erfüllende Zeiten verbringen durften. Auf ein Neues!